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Reerdigungs-Kokon mit Erde, umgeben von großen Pflanztöpfen vor Fenster

Formen des Abschieds

Reerdigung

Die neueste Form des Abschieds: Innerhalb von etwa 40 Tagen wird der Körper in einem geschlossenen Kokon zu fruchtbarer Erde.

Was Reerdigung bedeutet

Bei der Reerdigung – auch Erdumwandlung oder Kompostierung genannt – wird der verstorbene Mensch in einen sogenannten Kokon gelegt, gebettet auf Heu, Stroh, Grünschnitt und Blüten. In diesem geschlossenen Behälter beginnt ein natürlicher, gesteuerter Umwandlungsprozess: Mikroorganismen zersetzen den Körper bei kontrollierter Temperatur und Belüftung.

Nach etwa 40 Tagen bleibt fruchtbare Erde übrig. Verbleibende Knochenreste werden – wie bei einer Einäscherung – zerkleinert und beigemischt. Die Erde wird anschließend in einem Grab beigesetzt.

Warum Familien sich dafür entscheiden

  • Ökologisch: Es wird kein fossiler Brennstoff für eine Einäscherung benötigt und deutlich weniger CO₂ freigesetzt.
  • Ein natürliches Bild: Für manche Menschen ist der Gedanke, zu Erde zu werden, tröstlicher als eine Verbrennung.
  • Abschied ist möglich: Vor der Reerdigung kann in unserem Abschiedsraum Abschied genommen werden, ebenso eine Lebensfeier.

Rechtliche Lage

Die Reerdigung ist in Deutschland noch nicht überall zugelassen. In Schleswig-Holstein wurde sie 4 Jahre lang in einem Modellprojekt erprobt und am 18.06.2026 offiziell als Bestattungsart zugelassen. Weitere Bundesländer prüfen die Zulassung. Für Hamburger Familien heißt das aktuell: Die Umwandlung findet in einem Bundesland statt, in dem sie erlaubt ist, die Beisetzung der entstandenen Erde erfolgt anschließend in einem Grab.

Weil sich die Rechtslage bewegt, klären wir den aktuellen Stand immer im Einzelfall für Sie ab – sprechen Sie uns einfach an.

Ablauf

  1. Wir überführen den verstorbenen Menschen und versorgen ihn.
  2. Abschiednahme und Lebensfeier finden vor der Reerdigung statt.
  3. Der Körper wird in den Kokon gebettet und in die Anlage gebracht.
  4. Nach etwa 40 Tagen ist die Umwandlung abgeschlossen.
  5. Die entstandene Erde wird in einem Grab beigesetzt, ähnlich wie ein Sarg – auf einem Friedhof.
Fragen zur Reerdigung?

Wir erklären Ihnen in Ruhe, was möglich ist und was es kostet – ohne Verpflichtung.

Wir sind da

Sprechen Sie mit uns darüber

Wir erklären Ihnen in Ruhe, was möglich ist, was es kostet und was zu Ihnen passt.

Häufige Fragen

Das fragen Angehörige oft

Ist die Reerdigung in Hamburg erlaubt?

Die Rechtslage ist in Bewegung. Aktuell findet die Umwandlung in einem Bundesland statt, in dem sie zugelassen ist; die Beisetzung erfolgt danach regulär. Wir prüfen den aktuellen Stand für Ihren Fall.

Können wir vorher Abschied nehmen?

Ja. Abschiednahme am Sarg und eine Lebensfeier sind vorher genauso möglich wie bei jeder anderen Bestattungsart.

Was passiert mit der entstandenen Erde?

Sie wird in einem Grab auf einem Friedhof beigesetzt. Eine private Aufbewahrung ist nicht zulässig.

Im Trauerfall 24 h erreichbar040 25 41 51 61